Burkina Faso: Zwangsverheiratungen stoppen

Bild: Sophie Garcia/Corbis für Amnesty International

Brief gegen das Vergessen

In Burkina Faso werden jährlich Tausende junge Mädchen zwangsverheiratet. Sie erhalten meist keinen Zugang zu Bildung und sind in der Ehe häufig sexualisierter Gewalt ausgesetzt. Bei der Geburt ihrer eigenen Kinder schweben sie teils in Lebensgefahr. Ein 13-jähriges Mädchen berichtete Amnesty International, dass sie drei Tage lang mehr als 160 Kilometer zu Fuß zurückgelegt hat, um der Zwangsverheiratung mit einem 70-jährigen Mann zu entkommen, der bereits fünf Frauen hatte.

Während seiner ersten Amtszeit versprach Präsident Roch Kaboré, Zwangs- und Kinderehen zu verbieten. Zwar hat die Regierung 2015 eine nationale Strategie auf den Weg gebracht, um Kinderehen bis 2025 zu beenden, und auch das Strafgesetzbuch wurde überarbeitet, aber diese ersten Bemühungen zum Schutz der Mädchen reichen noch nicht aus.

Bitte schreiben Sie höflich formulierte Briefe an den Präsidenten von Burkina Faso und fordern Sie ihn auf, sicherzustellen, dass die Nationale Strategie zur Abschaffung von Kinderehen bis 2025 vollständig umgesetzt wird. Zudem muss er sein Versprechen einhalten, das Familien- und Personenrecht zu überarbeiten, um das gesetzliche Mindestheiratsalter für Jungen und Mädchen gemäß internationaler und afrikanischer Menschenrechtsabkommen auf 18 Jahre anzuheben.

Ein Einsatz ist auch online möglich.

Schreiben Sie in gutem Französisch, Englisch oder auf Deutsch an:
President
Roch Marc Christian Kaboré
03 BP 7030 Ouagadougou 03
BURKINA FASO
Facebook: @RochKaborePF / Twitter: @rochkaborepf
(Anrede: His Excellency / Exzellenz)
(Standardbrief Luftpost bis 20 g: 1,10 €)

Senden Sie bitte eine Kopie Ihres Schreibens an:
Botschaft von Burkina Faso
S. E. Herrn Simplice Honore Guibila
Karolingerplatz 10-11
14052 Berlin
Fax: 030 – 30 10 59 920
E-Mail: office@ambaburkina.de
(Standardbrief: 0,80 €)

 

17. April 2021