Urgent Actions

URGENT ACTION ZU MOSAMBIK

Sechzehn Flüchtlinge und Asylsuchende willkürlich in Haft
Seit dem 17. Januar werden 15 Flüchtlinge und Asylsuchende aus der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) und ein Flüchtling aus Äthiopien willkürlich auf der Dritten Polizeiwache in Pemba in der Provinz Cabo Delgado festgehalten. Eigenen Angaben zufolge haben sie keinen angemessenen Zugang zu Lebensmitteln und medizinischer Versorgung. So hielt man sie über einen Zeitraum von 25 Tagen gänzlich ohne Nahrungsmittel fest. Nach dem Zyklon Kenneth, der Pemba im April traf, haben sich die Haftbedingungen noch weiter verschlechtert.
In einer Urgent Action informiert Amnesty ausführlich über den Fall. Dort gibt es auch die Möglichkeit, sich für sie einzusetzen.
Wir haben auch einen portugiesischen Appellbrief an den Innenminister (und die deutsche Übersetzung des Briefes) erstellt, um ihn in seiner Landessprache anzusprechen.
Diese Urgent Action läuft zunächst bis zum 25. Juli 2019.


URGENT ACTION ZU ANGOLA

Auch die letzten zehn Aktivist_innen müssen aus der willkürlichen Haft entlassen werden
Ein Gericht in Cabinda ordnete am 19. April die vorläufige Freilassung weiterer 40 der im Januar und Februar wegen der Teilnahme an friedlichen Protesten verhafteten Aktivist_innen an.
Zehn Aktivist_innen werden jedoch nach wie vor ohne Anklage willkürlich in Haft gehalten. Eine Frau ist derzeit im Gefängnis von Yabi inhaftiert und neun Männer befinden sich im Zivilgefängnis von Cabinda. Mehrere der Aktivist_innen gaben an, von Angehörigen der Polizei misshandelt worden zu sein. Auch die zehn noch Inhaftierten müssen unverzüglich und bedingungslos freigelassen werden.
In dieser Urgent Action informiert Amnesty über die Verhafteten. Dort gibt es auch die Möglichkeit, sich für sie einzusetzen.
Wir haben auch einen portugiesischen Appellbrief an den Innenminister und die deutsche Übersetzung erstellt.
Die Urgent Action läuft zunächst bis zum 21. Juni 2019.


URGENT ACTION ZU BENIN

Journalist wegen „Falschmeldungen“ angeklagt
Casimir Kpedjo, Chefredakteur der Zeitung „Nouvelle Economie“, wurde am 23. April wegen der Veröffentlichung von „Falschmeldungen“ angeklagt. Die Anklage bezieht sich auf in seiner Zeitung erschienene Artikel über die wirtschaftliche Lage in Benin, die Casimir Kpedjo auf Facebook geteilt hat. Derzeit befindet er sich gegen Kaution auf freiem Fuß. Sein Gerichtsverfahren soll am 2. Mai beginnen.
Bitte setzt euch für Casimir Kpedjo ein! Alle Informationen findet ihr anbei in der Urgent Action oder auf der Amnesty-Homepage (hier könnt ihr auch direkt online aktiv werden).
Bei Fragen könnt ihr euch jederzeit melden bei: benin@amnesty-westafrika.de
Die Urgent Action läuft noch bis zum 10. Juni.


URGENT ACTION UND ONLINE-PETITION ZU MOSAMBIK

Verhafteter Journalist vorläufig aus Haft entlassen   #JournalismIsNotACrime
Der mosambikanische Journalist Amade Abubacar wurde am 23. April gegen Kaution vorläufig aus der Haft entlassen. Er ist nun wieder zuhause bei seiner Familie und wartet auf die Gerichtsverhandlung wegen „öffentlicher Anstiftung zu Straftaten mithilfe von elektronischen Medien“, „Aufwiegelung“ und „Gewalt gegen Ordnungskräfte“. Ein Termin für sein Verfahren wurde noch nicht festgesetzt.
Amade Abubacar war am 05. Januar 2019 inhaftiert worden. Die Gefängnisbehörden verweigerten ihm Besuche seiner Familie. Er berichtete darüber, dass er in der Haft misshandelt worden sei.
Amade Abubacar arbeitet als Journalist beim kommunalen Radiosender Nacedje im Bezirk Macomia in der Provinz Cabo Delgado im Norden von Mosambik. Er berichtete über Angriffe von bewaffneten Gruppen auf Zivilisten in der Provinz Cabo Delgado. Nach Einschätzung von Amnesty International ist er nur aufgrund seiner Arbeit als Journalist und wegen der Wahrnehmung seines Rechts auf freie Meinungsäußerung angeklagt worden.
Amnesty informiert in einer Urgent Action vom 11. Januar 2019 und weiteren Updates, zuletzt in einem Update vom 30. April, ausführlich über seinen Fall (hier könnt ihr auch direkt online aktiv werden und euch dafür einsetzen, dass die Anklagen gegen ihn fallengelassen werden).
Einen portugiesischen Appellbrief an den mosambikanischen Justizminister gibt es hier, die deutsche Übersetzung hier.
Die Urgent Action läuft zunächst bis zum 11. Juni 2019.
Außerdem kann seit dem am 05. Februar, dem Tag seiner einmonatigen Inhaftierung, eine Online-Petition für Amade Abubacar unterzeichnet werden.


URGENT ACTION ZU ÄQUATORIALGUINEA

Menschenrechtsverteidiger in Haft gefoltert
Der Menschenrechtsverteidiger Joaquín Elo Ayeto wurde am 25. Februar in seinem Haus festgenommen und befindet sich derzeit im Black-Beach-Gefängnis in Malabo in Haft. Ihm wird vorgeworfen, Mitwisser eines geplanten Mordversuchs am Präsidenten von Äquatorialguinea zu sein. Nach seiner Festnahme soll er mindestens zweimal auf der zentralen Polizeistation gefoltert worden sein. Seit dem 2. März darf er keinen Besuch mehr von seinem Rechtsbeistand und seiner Familie erhalten. Joaquín Elo Ayeto muss umgehend und bedingungslos freigelasssen werden. Bis zu seiner Freilassung darf er weder gefoltert noch anderweitig misshandelt werden und muss Zugang zu medizinischer Behandlung erhalten.
In dieser Urgent Action informiert Amnesty ausführlich über seinen Fall. Dort gibt es auch die Möglichkeit, sich für Joaquín Elo Ayeto einzusetzen.
Wir haben auch einen spanischen Appellbrief an den Innenminister Äquatorialguineas und die deutsche Übersetzung erstellt.Die Urgent Action läuft zunächst bis zum 19. April 2019.


URGENT ACTION ZU CÔTE D’IVOIRE

Online-Aktivist in Haft gefoltert
Der Online-Aktivist Soro Tangboho wurde willkürlich festgenommen, als er über Facebook Live ein Video streamte. Seinen Angaben zufolge zeigte das Video in Echtzeit, wie Polizeiangehörige Geld von Autofahrer_innen erpressten. Soro Tangboho wurde in Haft genommen und dort gefoltert und misshandelt. Momentan befindet er sich in einem Gefängniskrankenhaus. Er muss umgehend und bedingungslos freigelassen werden.
Mehr Informationen über den Fall sowie die Möglichkeit, einen Online-Appell zu verschicken, gibt es auf der Amnesty-Website.
Die Urgent Action läuft bis zum 19. März 2019.


URGENT ACTION ZU MOSAMBIK

Menschenrechtsverteidigerin wird bedroht
Die mosambikanische Menschenrechtsverteidigerin Fátima Mimbire wird seit dem 18. Januar 2019 in den Sozialen Medien eingeschüchtert und bedroht. Die Drohungen gegen die Mitarbeiterin einer zivilgesellschaftlichen Organisation begannen mit ihrer Rolle bei einer Kampagne der Organisation. Die Kampagne richtet sich gegen den Versuch der Regierung, große Kredite aus öffentlichen Kassen zurückzuzahlen, die die Regierung ohne die Zustimmung des Parlaments aufgenommen hatte.
Amnesty informiert in einer Urgent Action über die Drohungen und die Hintergründe. Dazu haben wir einen portugiesischen Appellbrief an den Präsidenten und die deutsche Übersetzung erstellt.
Die Urgent Action läuft zunächst bis zum 12. März 2019.


URGENT ACTION ZU ÄQUATORIALGUINEA

Menschenrechtsverteidiger brutal überfallen.
Der Menschenrechtsverteidiger Alfredo Okenve, einer der Direktoren der NGO Center for Development Studies and Initiatives (CEID), die sich für Menschenrechte und Entwicklung einsetzt, ist in der äquatorialguineanischen Stadt Bata von unbekannten Männern brutal überfallen und schwer verletzt worden. Weitere Informationen zu seinem Fall hier.
Wir fordern in Briefen an den Präsidenten und den Außenminister Äquatorialguineas u.a., dass eine unabhängige und gründliche Untersuchung des Angriffs durchgeführt und die Verantwortlichen vor Gericht gestellt werden. Die deutsche Übersetzung der Briefe findet sich hier.
Die Urgent Action läuft zunächst bis zum 12. Dezember 2018.


URGENT ACTION ZU MOSAMBIK

Journalist_innen und Aktivist_innen bedroht
Seit dem 10. Oktober erhalten mehrere Journalist_innen und zivilgesellschaftlich engagierte Personen im Norden von Mosambik anonyme Morddrohungen und Drohanrufe. Die Drohungen begannen, nachdem die Betroffenen im Rahmen der Kommunalwahlen in den Städten Nacala-Porto und Nampula Wahllokale kontrolliert und die Wahlergebnisse live veröffentlicht hatten. Hier gibt es weitere Informationen.
In Musterbriefen an den mosambikanischen Justizminister und die Generalstaatsanwältin fordern wir die Regierung auf, Maßnahmen zur Beendigung der anhaltenden Todes- und anderen Drohungen zu ergreifen und für die Sicherheit der Betroffenen zu sorgen. Die deutsche Übersetzung der Briefe findet sich hier.
Die Urgent Action läuft zunächst bis zum 30. November 2018.


 

25. Juni 2019