Urgent Actions

URGENT ACTION ZU GUINEA

Prodemokratische Aktivisten angeklagt

Am 7. März wurden Ibrahima Diallo und Sekou Koundono in Conakry festgenommen. Die beiden Mitglieder des prodemokratischen Bündnisses FNDC (Front National pour la Défense de la Constitution) hatten an einer Pressekonferenz teilgenommen, auf der sie dem Leiter der Kriminalpolizei vorwarfen, Telefonleitungen abgehört zu haben und für Folter und andere Misshandlungen verantwortlich zu sein.

Zwar wurden sie am 13. März freigelassen, doch stehen sie immer noch unter Anklage und müssen sich jede Woche bei einem Ermittlungsrichter melden. Amnesty International geht davon aus, dass die gegen sie erhobenen Anklagen konstruiert wurden und deshalb umgehend fallengelassen werden müssen.

Setzt euch für sie ein, indem ihr entweder gleich online teilnehmt, oder diesen Musterbrief verwendet. Die Aktion läuft bis zum 1.5.2020.


URGENT ACTION ZU ANGOLA

59 Aktivist_innen offizell angeklagt

Im Januar und Februar 2019 nahmen angolanische Sicherheitskräfte in Verbindung mit einer friedlichen Protestveranstaltung insgesamt 63 Aktivist_innen fest. Am 5. Februar 2020 wurde bekannt, dass 59 von ihnen offiziell angeklagt sind: wegen „Bildung einer kriminellen Vereinigung“, „Rebellion“, „Verunglimpfung des Staates“ und „Störung der öffentlichen Ordnung und Widerstand gegen die Staatsgewalt“. Sechs von ihnen sind nach wie vor in Haft.
In dieser Urgent Action informiert Amnesty über die Verhafteten. Dort gibt es auch die Möglichkeit, sich für sie einzusetzen.
Hier kann ein portugiesischer Appellbrief an den angolanischen Justizminister heruntergeladen werden, hier die deutsche Übersetzung.
Die Urgent Action läuft zunächst bis zum 13. April 2020.


ERFOLG BEI URGENT ACTION ZU ÄQUATORIALGUINEA

Menschenrechtsverteidiger freigelassen

Am 14. Februar wurde Joaquín Elo Ayeto aus dem Black-Beach-Gefängnis in Malabo entlassen, wo er fast ein Jahr lang inhaftiert war. Er wurde ohne Begründung oder Erklärung auf freien Fuß gesetzt.
Trotz seiner Zeit in Haft ist Joaquín Elo Ayeto fest entschlossen, seine Menschenrechtsarbeit fortzuführen: „Jetzt, wo ich frei bin, mache ich dort weiter, wo ich aufgehört habe. Die Lage im Land ist jetzt noch schlimmer als vor einem Jahr, als man mich inhaftiert hat. Die Wirtschaftskrise hat sich verschlimmert, und die Regierung gibt nach wie vor keine Informationen an die Bevölkerung weiter…“
Nach seiner Freilassung gab Joaquín Elo Ayeto diese Nachricht an Amnesty International weiter: „Man hat mir von eurem Einsatz für mich erzählt, und ich möchte mich für die enormen Bemühungen von Amnesty International bedanken, die zu meiner Freilassung geführt haben. Danke für all die Anstrengungen, die für meine Entlassung aus der Haft unternommen wurden.“
Hier informiert Amnesty über die Freilassung von Joaquín Elo Ayeto.
Weitere Aktionen sind derzeit nicht erforderlich. Vielen Dank allen, die sich für Joaquín Elo Ayeto eingesetzt haben.


ERFOLG BEI URGENT ACTION ZU SENEGAL

Aktivist gegen Strompreiserhöhungen freigelassen

Der senegalesische Aktivist Guy Marius Sagna wurde am 3. März gegen Kaution freigelassen, nachdem er drei Monate lang inhaftiert war und zwei Anträge auf vorläufige Freilassung abgelehnt worden waren. Acht weitere Aktivisten, denen ebenfalls „Teilnahme an einer nicht genehmigten Demonstration“ vorgeworfen wird, kamen zwischen Dezember 2019 und Februar 2020 frei. Die Anklagen sind allerdings nicht fallengelassen worden. Hier erfahrt ihr mehr zum Hintergrund.
Weitere Aktionen sind derzeit nicht erforderlich. Vielen Dank allen, die sich für Guy Marius Sagna eingesetzt haben.


ERFOLG BEI URGENT ACTION ZU GUINEA

Am 19. Dezember 2019 wurden in Kindia im Westen von Guinea die fünf Aktivisten Alseny Farinta Camara, Moussa Sanoh, Boubacar Diallo, Thierno Seydi Ly und Thierno Oumar Barry freigelassen. Sie waren wegen der Teilnahme an einer nicht genehmigten Versammlung angeklagt worden. Drei der fünf Aktivisten wurden zu vier Monaten Gefängnis verurteilt, wobei drei der vier Monate zur Bewährung ausgesetzt wurden. Die beiden Aktivisten anderen wurden freigesprochen und freigelassen.
Hier erfahrt ihr mehr zum Hintergrund.


URGENT ACTION UND ONLINE-PETITION ZU MOSAMBIK

Verhafteter Journalist vorläufig aus Haft entlassen, aber endgültige Entscheidung steht nach wie vor aus
#JournalismIsNotACrime

Nachdem der mosambikanische Journalist Amade Abubacar am 23. April gegen Kaution vorläufig aus der Haft entlassen wurde und zu seiner Familie zurückkehren konnte, lief die Anklage gegen ihn wegen „öffentlicher Anstiftung zu Straftaten mithilfe von elektronischen Medien“, „Aufwiegelung“ und „Gewalt gegen Ordnungskräfte“ weiter. Die Voruntersuchung in seinem Fall wurde am am 25. Juli abgeschlossen: Das Provinzgericht von Cabo Delgado verwies den Fall zurück an die Staatsanwaltschaft. Diese muss nun entscheiden, ob eine Hauptverhandlung stattfinden soll oder ob die Anklagen fallengelassen werden.
Amade Abubacar war am 05. Januar 2019 inhaftiert worden. Die Gefängnisbehörden verweigerten ihm Besuche seiner Familie. Er berichtete darüber, dass er in der Haft misshandelt worden sei.
Amade Abubacar arbeitet als Journalist beim kommunalen Radiosender Nacedje im Bezirk Macomia in der Provinz Cabo Delgado im Norden von Mosambik. Er berichtete über Angriffe von bewaffneten Gruppen auf Zivilisten in der Provinz Cabo Delgado. Nach Einschätzung von Amnesty International ist er nur aufgrund seiner Arbeit als Journalist und wegen der Wahrnehmung seines Rechts auf freie Meinungsäußerung angeklagt worden.
Amnesty informiert in einer Urgent Action vom 11. Januar 2019 und weiteren Updates, zuletzt in einem Update vom 19. August, ausführlich über seinen Fall (hier könnt ihr auch direkt online aktiv werden und euch dafür einsetzen, dass die Anklagen gegen ihn fallengelassen werden).
Einen portugiesischen Appellbrief an den mosambikanischen Justizminister gibt es hier, die deutsche Übersetzung hier.
Die Urgent Action läuft zunächst bis zum 30. September 2019.
Außerdem kann eine Online-Petition für Amade Abubacar unterzeichnet werden.


URGENT ACTION ZU MOSAMBIK

Sechzehn Geflüchtete und Asylsuchende weiterhin willkürlich in Haft

Seit mehr als sieben Monaten werden 15 Geflüchtete und Asylsuchende aus der Demokratischen Republik Kongo und ein Flüchtling aus Äthiopien willkürlich festgehalten. Man hat sie bisher weder über den Grund ihrer Inhaftierung noch über die gegen sie erhobenen Anklagen informiert. Laut Paragraf 308 der mosambikanischen Strafprozessordnung dürfen Personen nicht länger als 90 Tage in Untersuchungshaft gehalten werden.
Die 16 Personen waren am 17. Januar im Flüchtlingslager Maratane in der Provinz Nampula festgenommen worden. Sie werden unter unmenschlichen Bedingungen festgehalten. Sie teilen sich eine Gefängniszelle und benutzen ein Loch im Hof der Polizeiwache als Toilette. Wenn sie sich kein Wasser in Flaschen leisten können, müssen sie das schmutzige Wasser aus dem Wasserhahn in der Zelle trinken.
In dieser Urgent Action informiert Amnesty ausführlich über den Fall. Dort gibt es die Möglichkeit, sich für sie einzusetzen.
Wir haben auch einen portugiesischen Appellbrief an den Innenminister (und die deutsche Übersetzung des Briefes) erstellt, um ihn in seiner Landessprache anzusprechen.
Diese Urgent Action läuft zunächst bis zum 27. September 2019.


URGENT ACTION ZU SENEGAL

Aktivist wegen Facebookposts in Haft

Der senegalesische Aktivist Guy Marius Sagna, Mitglied der Front für eine panafrikanische antiimperialistische Revolution (Front pour une Révolution Anti-impérialiste Populaire et Panafricaine – FRAAP-France Degage), wurde am 5. August wegen der „Verbreitung falscher Nachrichten über Terrorismus“ angeklagt. Er war am 16. Juli in der Hauptstadt Dakar willkürlich festgenommen worden. Guy Marius Sagna wurde zunächst zu zwei Facebook-Posts befragt, in denen es um den Mangel an medizinischen Einrichtungen im Senegal 59. Jahr nach Erlangung der Unabhängigkeit ging. Dann befragte man ihn zu einer Veröffentlichung auf Facebook über die Präsenz der französischen Armee in Afrika. Derzeit wird er im Zentralgefängnis Rebeuss in Dakar festgehalten.
In der Urgent Action zum Fall von Guy Marius Sagna gibt es die Möglichkeit sich für seine Freilassung einzusetzen. Ein französischer Appellbrief an den Justizminister kann hier heruntergeladen werden.
Die Urgent Action läuft bis zum 17. September 2019.


URGENT ACTION ZU NIGER

Aktivist muss freigelassen werden!

Am 20. Mai sprach das Hohe Gericht in Zinder den Aktivisten Sadat Illiya Dan Malam von den Anklagen der „Teilnahme an einer aufrührerischen Bewegung“ und „Verschwörung gegen die Staatssicherheit“ frei und ordnete seine umgehende Freilassung an. Dennoch befindet er sich nach wie vor in Haft. Die Staatsanwaltschaft hat Rechtsmittel gegen das Gerichtsurteil eingelegt.

In der Urgent Action zu diesem Fall von Sadat Illiya Dan Malam gibt es die Möglichkeit sich für seine Freilassung einzusetzen. Die Urgent Action läuft bis zum 01. August 2019.


URGENT ACTION ZU BENIN

Journalist wegen „Falschmeldungen“ angeklagt

Casimir Kpedjo, Chefredakteur der Zeitung „Nouvelle Economie“, wurde am 23. April wegen der Veröffentlichung von „Falschmeldungen“ angeklagt. Die Anklage bezieht sich auf in seiner Zeitung erschienene Artikel über die wirtschaftliche Lage in Benin, die Casimir Kpedjo auf Facebook geteilt hat. Derzeit befindet er sich gegen Kaution auf freiem Fuß. Sein Gerichtsverfahren soll am 2. Mai beginnen.
Bitte setzt euch für Casimir Kpedjo ein! Alle Informationen findet ihr anbei in der Urgent Action oder auf der Amnesty-Homepage (hier könnt ihr auch direkt online aktiv werden).
Bei Fragen könnt ihr euch jederzeit melden bei: benin@amnesty-westafrika.de
Die Urgent Action läuft noch bis zum 10. Juni.


URGENT ACTION ZU CÔTE D’IVOIRE

Online-Aktivist in Haft gefoltert

Der Online-Aktivist Soro Tangboho wurde willkürlich festgenommen, als er über Facebook Live ein Video streamte. Seinen Angaben zufolge zeigte das Video in Echtzeit, wie Polizeiangehörige Geld von Autofahrer_innen erpressten. Soro Tangboho wurde in Haft genommen und dort gefoltert und misshandelt. Momentan befindet er sich in einem Gefängniskrankenhaus. Er muss umgehend und bedingungslos freigelassen werden.
Mehr Informationen über den Fall sowie die Möglichkeit, einen Online-Appell zu verschicken, gibt es auf der Amnesty-Website.
Die Urgent Action läuft bis zum 19. März 2019.


 

1. April 2020