Petitionen und Appellbriefe

ONLINE-PETITION UND BRIEFAKTION ZU MAURETANIEN

Aktivist und Blogger muss freigelassen werden
Der mauretanische Aktivist und Blogger Mohamed Mkhaïtir wurde aufgrund der Veröffentlichung seines Blogs verhaftet. Auf seinem Blog kritisierte er diejenigen, die die Religion zur Diskriminierung von Minderheiten verwenden. Er selbst gehört der marginalisierten Minderheit der Moualamines an und setzt sich gegen Sklavereipraktiken und Diskriminierung ein. Wegen Apostasie wurde Mkhaïtir angeklagt und zum Tode verurteilt. Am 9. November 2017 wurde das Todesurteil zwar aufgehoben und auf zwei Jahre Haft verkürzt. Obwohl er schon 2017 hätte entlassen werden müssen, wird er jedoch bis heute von den Behörden festgehalten. Der Gesundheitszustand von Mkhaïtir verschlechtert sich täglich kritisch und er braucht dringend Zugang zu ärztlicher Versorgung.
Mkhaïtir ist ein gewaltloser politischer Gefangener, der allein wegen des friedlichen Ausdrucks seines Rechts auf freie Meinungsäußerung eingesperrt wurde. Setzen Sie sich mit Ihrer Unterschrift für die Freilassung von Mohamed Mkhaïtir in einer Online-Petition ein.
Wenden Sie sich mit einem französischen Appellbrief an den mauretanischen Präsidenten (hier die deutsche Übersetzung) und den Justizminister (hier die deutsche Übersetzung), um die Freilassung von Mohamed Mkhaïtir einzufordern! Die Briefaktion läuft zunächst bis zum 15. Juni 2019.


PETITION ZU KAMERUN

Rechtsanwältin und Aktivistin droht Todesstrafe
Die Rechtsanwältin und Aktivistin Michele Ndoki ist von der GSO (Groupement Spécial d’Opérations) der kamerunischen Polizei an der Grenze zu Nigeria festgenommen und eine Woche verhört worden. Wie 131 weitere friedliche Demonstranten wurde sie vor einem Militärgericht angeklagt. Ihr droht die Todesstrafe. Setzen Sie sich in dieser Online-Petition für sie ein.


PETITION ZU NIGERIA

MENSCHENRECHTSVERLETZUNGEN IM KONFLIKT ZWISCHEN HIRTEN & BAUERN AUFARBEITEN

Seit 2016 starben etwa 4.000 Menschen in Nigeria bei Auseinandersetzungen zwischen seesshaften Bauern und nomadischen Viehhirten, ein Großteil davon im Jahr 2018. Tausende Menschen wurden vertrieben. Die jahrzehntelange Dynamik von Überfällen und Gegenangriffen verschärft sich seit 2017: Die Auswirkungen des Klimawandels zwingen die Viehhirten dazu, in südlichere Regionen des Landes auszuweichen.

Im Konflikt um die Landnutzung versuchen beide Seiten zunehmend, den Lebensunterhalt der anderen zu zerstören. Im neuen Bericht „Harvest of Death: Three Years of Bloody Clashes Between Farmers and Herders“ dokumentiert Amnesty International die schockierende Brutalität, mit der die Angriffe ausgetragen werden. Auch schwangere Frauen und Kinder sind unter den Opfern. Sicherheitskräfte befanden sich laut Aussagen häufig in der Nähe der Überfälle, griffen aber über Stunden und zum Teil tagelang nicht ein. Das Versagen der nigerianischen Regierung, Schutz zu gewährleisten und die Verantwortlichen vor Gericht zu bringen, trägt zur weiteren Eskalation bei. Amnesty International fordert die nigerianische Regierung auf, Menschen besser zu schützen und unabhängige Ermittlungen zu allen Menschenrechtsverletzungen einzuleiten, die durch staatliche und nichtstaatliche Akteure begangen wurden.

Hier gibt es einen Vordruck der Petitionen der Petitionen auf Deutsch und Englisch.


AKTION ZU GHANA

Eingesperrt und vergessen: Ghana muss die Todesstrafe abschaffen!
Die letzten Hinrichtungen im westafrikanischen Ghana liegen schon mehr als 25 Jahre zurück. Trotzdem gibt es keinen offiziellen Hinrichtungsstopp. Todesurteile werden weiterhin gefällt – oft nach fragwürdigen Gerichtsverfahren. Die Haftbedingungen im Todestrakt sind miserabel. Höchste Zeit also, die ghanaischen Behörden aufzufordern, sämtliche Todesurteile aufzuheben und die Todesstrafe für alle Verbrechen abzuschaffen. Ein Appellbrief an den Präsidenten ist hier, ein weiterer an den deutschen Außenminister hier.
Diese Aktion läuft bis zum Jahresende 2018.


AKTION ZU SIERRA LEONE

Einschränkungen der Versammlungsfreiheit und Straffreiheit bei Polizeigewalt
Der Amnesty-Bericht „A FORCE FOR GOOD? RESTRICTIONS ON PEACEFUL ASSEMBLY AND IMPUNITY FOR EXCESSIVE USE OF FORCE BY THE SIERRA LEONE POLICE“ zeigt, dass die Versammlungsfreiheit in Sierra Leone in den letzten zehn Jahren eingeschränkt wurde – insbesondere wenn Demonstrationen von der Opposition oder regierungskritischen Organisationen beantragt wurden. Zudem wurde in vielen Fällen exzessive Gewalt genutzt, um Proteste zu unterdrücken. Dabei sind mindestens neun Personen bei friedlichen Demonstrationen durch Polizeigewalt ums Leben gekommen, 80 Personen verletzt worden und 80 Personen wurden willkürlich festgenommen und/oder ihre Häuser geplündert. Amnesty International ist kein Fall bekannt, in dem eine Polizeikraft für die Anwendung exzessiver Gewalt zur Rechenschaft gezogen wurde. Durch die Straflosigkeit werden Angehörige der Polizei ermutigt, weiterhin bei Protesten exzessive Gewalt anzuwenden. Da im Frühjahr 2018 ein neuer Präsident gewählt wurde, könnte nun eine Trendwende eingeleitet werden.
Werdet aktiv!
Hier findet ihr weitere Informationen und Aktionsvorschläge, hier eine Petition an die Regierung (hier die deutsche Übersetzung). Außerdem stehen Musterbriefe an die sierra-leonische Regierung, den Botschafter in Deutschland sowie an den deutschen Außenminister zur Verfügung und ihr könnt eine Solidaritätsbotschaft an unsere Einzelfälle richten.


AKTION ZU MOSAMBIK

Brutale Angriffe auf Dörfer in Nordmosambik
In der mosambikanischen Provinz Cabo Delgado wurden in den vergangenen Wochen mindestens 37 Menschen von einer Gruppe namens „Al-Shabab“ brutal getötet. Immer mehr Menschen fliehen aus Angst vor der Gruppe, die keine Verbindung zur bewaffneten somalischen Gruppe mit dem gleichen Namen hat. Amnesty fordert rasche Maßnahmen, um Bewohnerinnen und Bewohner zu schützen. Hier gibt es weitere Informationen.
In Musterbriefen an den mosambikanischen Präsidenten und den Außenminister fordern wir die Regierung auf, die Täter zu verfolgen und die eigene Bevölkerung besser zu schützen. Die deutsche Übersetzung des Briefes findet sich hier.


AKTION ZUM TSCHAD

Menschenrechtsverteidiger_innen in Gefahr
Die Situation der bürgerlichen und politischen Rechte im Tschad ist sehr besorgniserregend. Der Unmut über die Misswirtschaft und Korruption im Land haben zu wachsender Kritik an der Regierung und zu öffentlichen Protesten geführt. Allerdings hat die Regierung in den letzten zwei Jahren immer stärker auf repressive Gesetze und einen aggressiv vorgehenden Geheimdienst gesetzt, um Menschenrechtsverteidiger_innen zum Schweigen zu bringen.
Anlässlich des am 14. September 2017 erschienenen Berichts „Between repression and recession. The rising cost of dissent in Chad“ (engl. Version hier, frz. Version hier) und der darauf aufbauenden aktuellen Kampagne zum Tschad bitte ich Dich, Dich für Menschenrechtsverteidiger_innen sowie für den Respekt von Meinungs- und Versammlungsfreiheit im Tschad aktiv einzusetzen.
Es gibt mehrere Möglichkeiten, sich an dieser Aktion zu beteiligen, sei es durch eine Unterschriftensammlung oder durch Aktionen in den sozialen Medien. Hier findest Du weitere Informationen.
Die Petition kann auf deutsch hier und auf französisch hier heruntergeladen werden. Hier gibt es Hintergrundinfos zur Petition.
Die Aktion zum Tschad läuft bis zum 31. Dezember 2018. Achtung: Die Petition ist abgelaufen.

10. Juni 2019