Petitionen und Appellbriefe

PSYCHISCHE GESUNDHEIT IN SIERRA LEONE

Der Amnesty-Bericht „THEY ARE FORGETTING ABOUT US“ rückt die psychische Gesundheit der Bevölkerung Sierra Leones in den Vordergrund.

Nach dem 11 Jahre dauernden Bürgerkrieg und der Ebola-Epidemie leiden viele Menschen in Sierra Leone unter den psychischen Langzeitfolgen, der Zugang zu psychiatrischer und psychotherapeutischer Versorgung ist jedoch sehr begrenzt. So gibt es im ganzen Land nur drei Psychiater_innen und 20 Krankenschwestern und –pfleger im Bereich der psychischen Gesundheit für sieben Millionen Einwohner_innen. Zu den psychischen Problemen der Betroffenen kommen häufig Stigmatisierung und Diskriminierung hinzu.

Wir bitte euch um Unterstützung, um auf das Problem aufmerksam zu machen. Hier findet ihr einen einen Musterbrief an die sierra-leonische Regierung und an den Botschafter und hier eine Petitionsliste.


PETITION ZU NIGERIA

In dem Amnesty Bericht Nigeria: Time to end impunity: Torture and other human rights violations by Special Anti-Robbery Squad
(SARS) hat Amnesty International Fälle von Menschenrechtsverletzungen durch die Spezialeinheit gegen Raubüberfälle SARS der nigerianischen Polizei dokumentiert.
Im Oktober vergangenen Jahres protestierten Nigerianer_innen landesweit gegen Polizeigewalt, außergerichtliche Hinrichtungen und Erpressungen durch die Spezialeinheit SARS. In diesem Zusammenhang haben die nigerianischen Sicherheitskräfte am 20. Oktober zwischen 18:45 Uhr und 21:00 Uhr in Lekki und Alausa, zwei Stadtteile der Metropole Lagos, mindestens 12 friedlich Protestierende getötet und zahlreiche weitere Menschen verwundet. Die Sicherheitskräfte eröffneten ohne Vorwarnung das Feuer auf tausende Personen, die im Rahmen der #ENDSARS-Bewegung friedlich für eine verantwortungsbewusste Regierungsführung und gegen Polizeigewalt protestierten.

Die unverhältnismäßige Gewalt gegen friedliche Protestierende verstößt gegen die nigerianische Verfassung und internationale Standards, die das Recht auf Leben, Würde und friedliche Versammlung schützen. Werde jetzt aktiv und unterzeichne die Petition. Du findest sie auf deutsch und auf englisch.

Mehr Hintergrundinformationen findet ihr in diesem Flyer.


PETITION ZU ANGOLA

Polizeigewalt in Angola beenden

Polizeikräfte in Angola haben bei der Durchsetzung von COVID-19-Ausgangsbeschränkungen zwischen Mai und Juli 2020 mindestens sieben Menschen getötet. Das zeigt eine gemeinsame Untersuchung von Amnesty International und der angolanischen Menschenrechtsorganisation OMUNGA.

Fußball spielen, singen und einige Tanzschritte einüben – das waren die Pläne von Kilson und seinen Freund_innen, als sie sich an jenem Freitagmorgen auf den Weg zum Sportplatz machten. Plötzlich erschienen Polizeikräfte, sie schossen ohne Vorwarnung. Eine Kugel traf den 15-jährigen Kilson tödlich. Doch anstatt den Jugendlichen zu versorgen, ließ die Polizei ihn einfach am Tatort liegen.

Kilson ist einer von sieben Jugendlichen, den angolanische Polizeikräfte zwischen Mai und Juli 2020 bei der Durchsetzung von COVID-19-Ausgangsbeschränkungen getötet haben. Dies zeigen Recherchen von Amnesty International und der und der angolanischen Menschenrechtsorganisation OMUNGA. Die Opfer waren Jungen und junge Männer, der jüngste war erst 14 Jahre alt. Die Organisationen gehen davon aus, dass die tatsächliche Zahl der Getöteten noch viel höher ist.

Fordere Gerechtigkeit für die in Angola von der Polizei getöteten Jugendlichen und unterzeichne die Petition auf der internationalen Webseite von Amnesty (Hier die deutsche Übersetzung von Text der Webseite und Petition).

Weitere Informationen zur Polizeigewalt in Angola: Angola: Schockierende Tötungen von Jugendlichen durch die Polizei


PETITION ZU GHANA

Moratorium zur Todesstrafe gefordert

In Ghana sind seit mehr als zwanzig Jahren keine Todesurteile vollstreckt worden, obwohl immer wieder solche Urteile gefällt werden. Im Moment wird die Diskussion im Land sehr kontrovers geführt. Führende Politiker in den wichtigsten Parteien sind durchaus gegen die Todesstrafe. Aber da diese Bestrafung in der Verfassung steht und im Grunde nur durch eine Volksabstimmung mit ungewissem Ausgang daraus entfernt werden kann, stockt der Prozess. Amnesty Ghana, Partnersektion
von Amnesty Deutschland, möchte daher mit kleinen Schritten agieren. Zunächst einmal soll das bisherige, faktische Moratorium in ein formelles Aussetzen der Strafe umgewandelt werden. Darum geht es in dieser Petition (englische Version und deutsche Übersetzung).


ONLINE-PETITION UND BRIEFAKTION ZU MAURETANIEN

Aktivist und Blogger freigelassen!

Mohamed Mkhaïtir wurde Ende Juli nach fünfjähriger Haft freigelassen. Er ist nun nach Europa ausgereist. Der jahrelange Einsatz von Amnesty International und die Appelle für seine Freilassung haben sich gelohnt.
Der mauretanische Präsident wird von Amnesty aufgefordert, den Straftatbestand der Apostasie (Abwendung von einer Religionszugehörigkeit) aus dem Gesetzbuch zu entfernen.

Aktivist und Blogger muss freigelassen werden

Der mauretanische Aktivist und Blogger Mohamed Mkhaïtir wurde aufgrund der Veröffentlichung seines Blogs verhaftet. Auf seinem Blog kritisierte er diejenigen, die die Religion zur Diskriminierung von Minderheiten verwenden. Er selbst gehört der marginalisierten Minderheit der Moualamines an und setzt sich gegen Sklavereipraktiken und Diskriminierung ein. Wegen Apostasie wurde Mkhaïtir angeklagt und zum Tode verurteilt. Am 9. November 2017 wurde das Todesurteil zwar aufgehoben und auf zwei Jahre Haft verkürzt. Obwohl er schon 2017 hätte entlassen werden müssen, wird er jedoch bis heute von den Behörden festgehalten. Der Gesundheitszustand von Mkhaïtir verschlechtert sich täglich kritisch und er braucht dringend Zugang zu ärztlicher Versorgung.
Mkhaïtir ist ein gewaltloser politischer Gefangener, der allein wegen des friedlichen Ausdrucks seines Rechts auf freie Meinungsäußerung eingesperrt wurde. Setzen Sie sich mit Ihrer Unterschrift für die Freilassung von Mohamed Mkhaïtir in einer Online-Petition ein.
Wenden Sie sich mit einem französischen Appellbrief an den mauretanischen Präsidenten (hier die deutsche Übersetzung) und den Justizminister (hier die deutsche Übersetzung), um die Freilassung von Mohamed Mkhaïtir einzufordern! Die Briefaktion läuft zunächst bis zum 15. Juni 2019.


PETITION ZU KAMERUN

Rechtsanwältin und Aktivistin droht Todesstrafe

Die Rechtsanwältin und Aktivistin Michele Ndoki ist von der GSO (Groupement Spécial d’Opérations) der kamerunischen Polizei an der Grenze zu Nigeria festgenommen und eine Woche verhört worden. Wie 131 weitere friedliche Demonstranten wurde sie vor einem Militärgericht angeklagt. Ihr droht die Todesstrafe. Setzen Sie sich in dieser Online-Petition für sie ein.


AKTION ZU GHANA

Eingesperrt und vergessen: Ghana muss die Todesstrafe abschaffen!

Die letzten Hinrichtungen im westafrikanischen Ghana liegen schon mehr als 25 Jahre zurück. Trotzdem gibt es keinen offiziellen Hinrichtungsstopp. Todesurteile werden weiterhin gefällt – oft nach fragwürdigen Gerichtsverfahren. Die Haftbedingungen im Todestrakt sind miserabel. Höchste Zeit also, die ghanaischen Behörden aufzufordern, sämtliche Todesurteile aufzuheben und die Todesstrafe für alle Verbrechen abzuschaffen. Ein Appellbrief an den Präsidenten ist hier, ein weiterer an den deutschen Außenminister hier.
Diese Aktion läuft bis zum Jahresende 2018.


AKTION ZU MOSAMBIK

Brutale Angriffe auf Dörfer in Nordmosambik

In der mosambikanischen Provinz Cabo Delgado wurden in den vergangenen Wochen mindestens 37 Menschen von einer Gruppe namens “Al-Shabab” brutal getötet. Immer mehr Menschen fliehen aus Angst vor der Gruppe, die keine Verbindung zur bewaffneten somalischen Gruppe mit dem gleichen Namen hat. Amnesty fordert rasche Maßnahmen, um Bewohnerinnen und Bewohner zu schützen. Hier gibt es weitere Informationen.
In Musterbriefen an den mosambikanischen Präsidenten und den Außenminister fordern wir die Regierung auf, die Täter zu verfolgen und die eigene Bevölkerung besser zu schützen. Die deutsche Übersetzung des Briefes findet sich hier.


AKTION ZUM TSCHAD

Menschenrechtsverteidiger_innen in Gefahr

Die Situation der bürgerlichen und politischen Rechte im Tschad ist sehr besorgniserregend. Der Unmut über die Misswirtschaft und Korruption im Land haben zu wachsender Kritik an der Regierung und zu öffentlichen Protesten geführt. Allerdings hat die Regierung in den letzten zwei Jahren immer stärker auf repressive Gesetze und einen aggressiv vorgehenden Geheimdienst gesetzt, um Menschenrechtsverteidiger_innen zum Schweigen zu bringen.
Anlässlich des am 14. September 2017 erschienenen Berichts “Between repression and recession. The rising cost of dissent in Chad” (engl. Version hier, frz. Version hier) und der darauf aufbauenden aktuellen Kampagne zum Tschad bitte ich Dich, Dich für Menschenrechtsverteidiger_innen sowie für den Respekt von Meinungs- und Versammlungsfreiheit im Tschad aktiv einzusetzen.
Es gibt mehrere Möglichkeiten, sich an dieser Aktion zu beteiligen, sei es durch eine Unterschriftensammlung oder durch Aktionen in den sozialen Medien. Hier findest Du weitere Informationen.
Die Petition kann auf deutsch hier und auf französisch hier heruntergeladen werden. Hier gibt es Hintergrundinfos zur Petition.
Die Aktion zum Tschad läuft bis zum 31. Dezember 2018. Achtung: Die Petition ist abgelaufen.

13. November 2021