Petitionen und Appellbriefe

AKTION ZU SIERRA LEONE

Recht auf Bildung für schwangere Mädchen

Im April 2015 verhängte die Regierung von Sierra Leone ein Verbot für schwangere Mädchen, am regulären Unterricht teilzunehmen und Prüfungen abzulegen. Amnesty International setzte sich bereits damals gegen das Verbot ein. Im Dezember 2019 gab es dann einen großen Erfolg zu verkünden: Der ECOWAS-Gerichtshof urteilte, dass das Verbot diskriminierend ist.

Nun fordern wir die Regierung in Sierra Leone anlässlich des Internationalen Frauentags auf, diesem Urteil unverzüglich nachzukommen und das Verbot aufzuheben.

Hier gibt es Musterbriefe an den Präsidenten, den deutschen Botschafter in Sierra Leone und den Botschafter von Sierra Leone in Deutschland.


PETITION ZU GHANA

Moratorium zur Todesstrafe gefordert

In Ghana sind seit mehr als zwanzig Jahren keine Todesurteile vollstreckt worden, obwohl immer wieder solche Urteile gefällt werden. Im Moment wird die Diskussion im Land sehr kontrovers geführt. Führende Politiker in den wichtigsten Parteien sind durchaus gegen die Todesstrafe. Aber da diese Bestrafung in der Verfassung steht und im Grunde nur durch eine Volksabstimmung mit ungewissem Ausgang daraus entfernt werden kann, stockt der Prozess. Amnesty Ghana, Partnersektion
von Amnesty Deutschland, möchte daher mit kleinen Schritten agieren. Zunächst einmal soll das bisherige, faktische Moratorium in ein formelles Aussetzen der Strafe umgewandelt werden. Darum geht es in dieser Petition (englische Version und deutsche Übersetzung).


ONLINE-PETITION UND BRIEFAKTION ZU MAURETANIEN

Aktivist und Blogger freigelassen!

Mohamed Mkhaïtir wurde Ende Juli nach fünfjähriger Haft freigelassen. Er ist nun nach Europa ausgereist. Der jahrelange Einsatz von Amnesty International und die Appelle für seine Freilassung haben sich gelohnt.
Der mauretanische Präsident wird von Amnesty aufgefordert, den Straftatbestand der Apostasie (Abwendung von einer Religionszugehörigkeit) aus dem Gesetzbuch zu entfernen.

Aktivist und Blogger muss freigelassen werden

Der mauretanische Aktivist und Blogger Mohamed Mkhaïtir wurde aufgrund der Veröffentlichung seines Blogs verhaftet. Auf seinem Blog kritisierte er diejenigen, die die Religion zur Diskriminierung von Minderheiten verwenden. Er selbst gehört der marginalisierten Minderheit der Moualamines an und setzt sich gegen Sklavereipraktiken und Diskriminierung ein. Wegen Apostasie wurde Mkhaïtir angeklagt und zum Tode verurteilt. Am 9. November 2017 wurde das Todesurteil zwar aufgehoben und auf zwei Jahre Haft verkürzt. Obwohl er schon 2017 hätte entlassen werden müssen, wird er jedoch bis heute von den Behörden festgehalten. Der Gesundheitszustand von Mkhaïtir verschlechtert sich täglich kritisch und er braucht dringend Zugang zu ärztlicher Versorgung.
Mkhaïtir ist ein gewaltloser politischer Gefangener, der allein wegen des friedlichen Ausdrucks seines Rechts auf freie Meinungsäußerung eingesperrt wurde. Setzen Sie sich mit Ihrer Unterschrift für die Freilassung von Mohamed Mkhaïtir in einer Online-Petition ein.
Wenden Sie sich mit einem französischen Appellbrief an den mauretanischen Präsidenten (hier die deutsche Übersetzung) und den Justizminister (hier die deutsche Übersetzung), um die Freilassung von Mohamed Mkhaïtir einzufordern! Die Briefaktion läuft zunächst bis zum 15. Juni 2019.


PETITION ZU KAMERUN

Rechtsanwältin und Aktivistin droht Todesstrafe

Die Rechtsanwältin und Aktivistin Michele Ndoki ist von der GSO (Groupement Spécial d’Opérations) der kamerunischen Polizei an der Grenze zu Nigeria festgenommen und eine Woche verhört worden. Wie 131 weitere friedliche Demonstranten wurde sie vor einem Militärgericht angeklagt. Ihr droht die Todesstrafe. Setzen Sie sich in dieser Online-Petition für sie ein.


AKTION ZU GHANA

Eingesperrt und vergessen: Ghana muss die Todesstrafe abschaffen!

Die letzten Hinrichtungen im westafrikanischen Ghana liegen schon mehr als 25 Jahre zurück. Trotzdem gibt es keinen offiziellen Hinrichtungsstopp. Todesurteile werden weiterhin gefällt – oft nach fragwürdigen Gerichtsverfahren. Die Haftbedingungen im Todestrakt sind miserabel. Höchste Zeit also, die ghanaischen Behörden aufzufordern, sämtliche Todesurteile aufzuheben und die Todesstrafe für alle Verbrechen abzuschaffen. Ein Appellbrief an den Präsidenten ist hier, ein weiterer an den deutschen Außenminister hier.
Diese Aktion läuft bis zum Jahresende 2018.


AKTION ZU MOSAMBIK

Brutale Angriffe auf Dörfer in Nordmosambik

In der mosambikanischen Provinz Cabo Delgado wurden in den vergangenen Wochen mindestens 37 Menschen von einer Gruppe namens „Al-Shabab“ brutal getötet. Immer mehr Menschen fliehen aus Angst vor der Gruppe, die keine Verbindung zur bewaffneten somalischen Gruppe mit dem gleichen Namen hat. Amnesty fordert rasche Maßnahmen, um Bewohnerinnen und Bewohner zu schützen. Hier gibt es weitere Informationen.
In Musterbriefen an den mosambikanischen Präsidenten und den Außenminister fordern wir die Regierung auf, die Täter zu verfolgen und die eigene Bevölkerung besser zu schützen. Die deutsche Übersetzung des Briefes findet sich hier.


AKTION ZUM TSCHAD

Menschenrechtsverteidiger_innen in Gefahr

Die Situation der bürgerlichen und politischen Rechte im Tschad ist sehr besorgniserregend. Der Unmut über die Misswirtschaft und Korruption im Land haben zu wachsender Kritik an der Regierung und zu öffentlichen Protesten geführt. Allerdings hat die Regierung in den letzten zwei Jahren immer stärker auf repressive Gesetze und einen aggressiv vorgehenden Geheimdienst gesetzt, um Menschenrechtsverteidiger_innen zum Schweigen zu bringen.
Anlässlich des am 14. September 2017 erschienenen Berichts „Between repression and recession. The rising cost of dissent in Chad“ (engl. Version hier, frz. Version hier) und der darauf aufbauenden aktuellen Kampagne zum Tschad bitte ich Dich, Dich für Menschenrechtsverteidiger_innen sowie für den Respekt von Meinungs- und Versammlungsfreiheit im Tschad aktiv einzusetzen.
Es gibt mehrere Möglichkeiten, sich an dieser Aktion zu beteiligen, sei es durch eine Unterschriftensammlung oder durch Aktionen in den sozialen Medien. Hier findest Du weitere Informationen.
Die Petition kann auf deutsch hier und auf französisch hier heruntergeladen werden. Hier gibt es Hintergrundinfos zur Petition.
Die Aktion zum Tschad läuft bis zum 31. Dezember 2018. Achtung: Die Petition ist abgelaufen.

4. Mai 2020